EMC.Prozessdatenerfassung

MES-Software EMC

EMC.Prozessdatenerfassung

CQI-9 Standard einfach erfüllen

 

Mit dem Modul EMC.Prozessdatenerfassung können Prozessverläufe und geforderte Prozessstandards wie z.B. der CQI-9 für Wärmebehandlungsprozesse leichter eingehalten werden. Das Modul EMC.Prozessdatenerfassung ist Teil der MES-Software EMC und basiert auf derselben Datenbank. Für mobile Durchlauföfen, stationäre Kammeröfen, Härteanlagen oder Strahlanlagen bieten wir eine optimale Erfassung, Auswertung und Archivierung von Prozessdaten an. Prozesswerte wie die Durchlaufgeschwindigkeit und Temperatur je Kammer bei Anlassöfen werden direkt an den Maschinen automatisch erfasst und dokumentiert. Festgelegte untere und obere Toleranz- sowie Eingriffsgrenzen sorgen dafür, dass vorgegebene Prozesswerte eingehalten werden.

Rückverfolgbarkeit: Prozessdaten zum Auftrag erfassen

Am Ende stimmt die Qualität der gefertigten Teile, Ausschuss wird vermieden und die Abläufe sind lückenlos dokumentiert. Zwecks Rückverfolgbarkeit lassen sich zudem die Prozessdaten aus der Fertigung gemeinsam mit Chargen und Auftragsdaten speichern. Ein einfacher Zugriff auf die Daten ist damit gewährleistet.

Das Prinzip

Durch das Anmelden des Auftrages werden Prozesswerte wie z.B. die Ofen-Temperaturwerte erfasst und überwacht:

  • Ist- und Soll-Temperatur
  • Toleranzwerte
  • Durchlaufzeit und Haltezeit

In einem definierbaren Intervall (z.B. alle 2 Min.) oder aufgrund eines Ereignisses werden die Daten vom Ofen gelesen, am MES-Terminal angezeigt und zentral gespeichert.

Zur Erfassung können unterschiedliche Erfassungsabläufe konfiguriert werden:

  • stationärer Kammerofen
  • Durchlaufofen direkt an einer Produktionsmaschine
  • Härteanlage
  • Strahlanlage

Abweichungen vom Toleranzbereich werden direkt am MES-Terminal angezeigt. Durch die Definition von Minimal- bzw. Maximalwerten kann bei Grenzüberschreitungen ein Alarmsignal ausgelöst und angezeigt werden.

Stammdaten

Zu jeder Anlage werden die zu erfassenden Werte in den Stammdaten konfiguriert:

  • Anzahl der Kammern
  • Istwert
  • Sollwert
  • Untere Toleranz
  • Obere Toleranz
  • Sollwertvorgaben
  • Durchlaufzeit
  • Haltezeit

Stationärer Kammerofen

Charakteristisch für einen stationären Kammerofen ist, dass:

  • sich unterschiedliche Artikel zur selben Zeit im Ofen befinden.
  • ein Auftrag aus mehreren Ofenfüllungen besteht, die nacheinander angelassen werden.

Von jeder Ofenkammer werden die Temperaturwerte direkt von der Ofensteuerung oder indirekt über einen Datenlogger gelesen. Die Soll-Temperaturen werden durch die Artikeldaten vorbelegt oder aus der Ofensteuerung gelesen.

Die Messung

Ein Auftrag kann aus einer Ofenfüllung oder mehreren Ofenfüllungen bestehen. Die Messung startet mit dem Signal Start (z.B. „Tür zu“) und endet mit dem Signal Ende (z.B. „Tür auf“).

Durchlaufofen direkt mit der Produktionsmaschine verbunden

Beim Anmelden des Auftrages an dem Produktionsautomaten (z.B. Windeautomaten) wird die Temperaturerfassung an dem Durchlaufofen automatisch gestartet. Die Temperaturwerte und die Durchlaufzeit werden dem Arbeitsgang „Anlassen“ zugeordnet. Nach dem Abmelden des Arbeitsganges am Produktionsautomaten werden die Temperaturen für die Dauer der Durchlaufzeit weiter erfasst. Der Werker muss keine zusätzlichen Eingaben vornehmen.

Der Vorteil

Ist der Durchlaufofen direkt mit einer Produktionsmaschine verbunden wird mit dem Anmelden des Auftrages am MES-Terminal, die Menge in der Produktionsmaschine als auch die Prozesswerte des Durchlaufofens erfasst. Die Prozesswerte werden erfasst und überwacht bis das letzte Teil des Auftrages durch den Ofen gelaufen ist. Unabhängig davon, ob bereits am MES-Terminal ein neuer Auftrag angemeldet wurde. Zeitgleich können an einer Maschine unterschiedliche Aufträge und deren Produktions- und Prozessdaten erfasst und visualisiert werden.

Schnittstellen zu den Anlagen

Idealerweise werden die Prozesswerte direkt aus der Steuerung des Ofens oder der Anlage gelesen. Ist dies nicht möglich, setzen wir Schnittstellenadapter ein.

Beispiele:

  • Siemens-Steuerung: OPC/UA Server
  • HTC-Öfen (RKC CB 100/400, CB 500/700, CB 900)
  • Jumo-Messsystem
  • Thermoelemente

Die Erfassung erfolgt per Kabel oder WLAN.

Visualisierung von Prozessdaten

Im Modul EMC.Monitoring werden die Öfen sowie deren Prozessdaten in einer Übersicht angezeigt. Ist ein Auftrag am Kammerofen angemeldet, wird der Balken grün oder rot ausgefüllt. Grün heißt, alle Kammern sind innerhalb der Toleranz. Ist eine Kammer außerhalb der Toleranz wird der Balken rot gezeichnet. Durch die Auswahl des entsprechenden Ofens wird das Liniendiagramm mit den Temperaturdaten visualisiert. Zusätzlich können die Temperaturverläufe in einem Liniendiagramm auftragsbezogen ausgewertet werden. Dashboards mit Echtzeitinformationen über Maschinenzustände, Stillstandsursachen, Auftragsfortschritte und die Produktionsleistung ermöglichen schnelle Entscheidungen auf dem Shopfloor. Zusätzlich lassen sich die Temperaturen von verketteten Anlassöfen direkt zur Maschine mitanzeigen.

Individuelle Konfigurierbarkeit: Alle Dashboards können je nach Bedarf individuell konfiguriert und aufbereitet werden.

Die grafische Auswertung

Auftrags- und artikelbezogen werden die Temperaturdaten verwaltet und sind durch übersichtliche Reports auswertbar. Auf einfache Art und Weise können Sie den Anlassvorgang überwachen. Die Temperaturverläufe sind transparent und jederzeit zurückzuverfolgen.

Hauptfunktionen

  • Überwachung und Dokumentation der Prozesse
  • Erfassung von Temperaturen, Geschwindigkeiten, Längemaßen und Werten von Härteanlagen
  • Protokollieren von Prozessstörungen
  • Visualisierung durch Online Prozesszustandsanzeige
  • Generierung von Prozessprotokollen

Vorteile

  • Automatisierte Erfassung und Dokumentation von Prozesswerten
  • Protokollieren von Prozessstörungen
  • Visualisierung durch Online Prozesszustandsanzeige
  • Ohne zusätzlichen personellen Aufwand wird eine auftragsbezogene Rückverfolgbarkeit der Produkte gewährleistet
  • Einhaltung des geforderten CQI-9 Standards